Katholische Kirchengemeinde St. Franziskus, Bremen

Katholische Kirchengemeinde St. Franziskus, Bremen

Eine-Welt-Laden St. Pius

Der Eine-Welt-Laden St. Pius bietet seine Waren alle vier Wochen im großen Pfarrsaal von St. Pius an. Hier besteht auch die Möglichkeit, den Kaffee in gemütlicher Runde zu probieren.

Von solchen Eine-Welt-Läden wie in St. Pius gibt es in der Stadt Bremen etwa 30, viele getragen von ehrenamtlichen Mitarbeitern in den evangelischen oder katholischen Kirchengemeinden.
Sie alle bemühen sich um einen fairen Handel mit den Erzeugern der Waren, das sind meistens Kleinbauern in Mittel- oder Südamerika, Afrika und Asien, die sich zu Kooperativen zusammengeschlossen haben.
Die Dachorganisation GEPA (Gesellschaft zur Förderung der Partnerschaft mit der Dritten Welt) kauft die Produkte der Kooperativen zu einem Preis auf, der über dem von den Konzernen diktierten Weltmarktpreis liegt und so das wirtschaftliche Überleben der Kleinbauern sichert.

Der Beginn des Eine-Welt-Ladens in St. Pius geht auf Uli Frömbgen zurück, der im Jahr 1984 über den BDKJ (Bund der katholischen Jugend) den Kontakt zur GEPA herstellte. Ebenfalls im Jahre 1984 wurde im Pfarrsaal ein Ausschuss "Mission, Entwicklung und Frieden" gebildet, dem Bernhard Dittert, Armand Schmal, Karl-Heinz Hoffmann, Brigitte Schulz und Uli Frömbgen angehörten.
Uli Frömbgen war es auch, der in der Zeit, als die Franziskus-Kirche in Grolland leer stand, im Einverständnis mit unserem damaligen Pastor Keilus 1993 ein Verteilungslager für die Waren einrichtete.
Das hatte den Vorteil, dass die einzelnen Läden ihre Waren nicht mehr von Hamburg herholen mussten. Heute befindet sich das Warenlager in der Kornstraße, wo auch handwerkliche Arbeiten aus der Dritten Welt angeboten werden.

Seit dem Jahr 2000 sorgen sich Alfons Lippok und Hubert Pohl, seit kurzem auch Barbara Junge um unseren Eine-Welt-Laden. Nachdem wir bis 2010 alle vier Wochen die Waren im hinteren Teil der Kirche St. Pius aufgebaut haben, hat der Verkaufsstand nun seinen Platz im großen Pfarrsaal, wo auch in gemütlicher Runde der Kaffee probiert werden kann.
Alfons Lippok besorgt den Einkauf und die Buchführung, die von jedermann im Computer eingesehen werden kann. Hubert Pohl mahnt von Zeit zu Zeit an, den Kaffee nicht nur zu probieren, sondern ihn auch mit nach Hause zu nehmen.
Die gemütlichen Runden sind nur möglich, weil ein Team von Frauen (Käte Lehmann, Elisabeth Tenter, Monika Schwarz und Agnes Knauer) die Tische deckt, den Kaffee kocht und natürlich auch wieder abräumt und spült.
Ohne diese Arbeit würde unser Eine-Welt-Laden wohl kaum den Zuspruch haben, den er zurzeit hat.

Für den Laden werden noch ehrenamtliche Helfer für Aufbau und Verkauf gesucht - und viele zufriedene Kunden, die den Gedanken des fairen Handels noch weiterverbreiten.